Simulation
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Eine Simulation im 3D-Bereich ist die digitale Nachbildung von physikalischen oder natürlichen Vorgängen. Dabei berechnet eine 3D-Software anhand bestimmter Regeln, wie sich Objekte und Materialien im Laufe der Zeit verhalten.
Statt jede Bewegung oder Veränderung von Hand zu animieren, werden Eigenschaften wie Masse, Geschwindigkeit, Schwerkraft, Reibung, Druck oder Elastizität festgelegt. Die Software berechnet daraus den Ablauf der Simulation.
Typische 3D-Simulationen
- Flüssigkeitssimulation: Wasser, Öl oder andere Flüssigkeiten werden realistisch dargestellt.
- Rauch- und Feuersimulation: Rauch, Flammen, Explosionen oder Staub können simuliert werden.
- Stoffsimulation: Kleidung, Vorhänge oder Fahnen reagieren auf Bewegung und Wind.
- Rigid-Body-Simulation: Harte Objekte stoßen zusammen, fallen um oder zerbrechen.
- Soft-Body-Simulation: Flexible Objekte wie Gummi, Schaumstoff oder bestimmte organische Materialien verformen sich.
- Partikelsimulation: Sehr viele kleine Elemente wie Funken, Regen, Schnee oder Staub werden erzeugt und gesteuert.
- Zerstörungssimulation: Gebäude, Wände oder andere Objekte können realistisch zerbrechen oder einstürzen.
Eine Simulation besteht häufig aus mehreren Komponenten. Zunächst wird beispielsweise ein 3D-Modell erstellt. Anschließend werden physikalische Eigenschaften definiert und Kräfte wie Schwerkraft oder Wind hinzugefügt. Danach berechnet die Software den Ablauf über mehrere Frames.
Ein Beispiel: Bei einer animierten Kugel, die auf einen Boden fällt, müsste man die Bewegung nicht unbedingt für jeden Frame einzeln festlegen. Stattdessen kann man der Kugel eine bestimmte Masse geben und die Schwerkraft aktivieren. Die Software berechnet anschließend Beschleunigung, Aufprall und gegebenenfalls das Abprallen.
Simulationen werden häufig in Filmproduktionen, VFX, Computerspielen, Produktvisualisierungen, Architekturvisualisierungen und wissenschaftlichen Anwendungen eingesetzt. Programme wie Blender, Houdini, Maya oder 3ds Max bieten dafür unterschiedliche Simulationssysteme.
Kurz gesagt: Eine 3D-Simulation lässt den Computer physikalische Vorgänge berechnen, sodass Bewegungen und Veränderungen wie Flüssigkeit, Rauch, Stoff, Kollisionen oder Zerstörung möglichst realistisch dargestellt werden.


