Hook
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Wie funktioniert ein Hook?
Bei einer normalen Modellierung werden einzelne Vertices (Punkte), Edges (Kanten) oder Faces (Flächen) eines Meshes direkt bearbeitet. Ein Hook ermöglicht dagegen, bestimmte Bereiche des Meshes an ein anderes Objekt oder einen Kontrollpunkt zu „hängen“.
Wird dieser sogenannte Hook-Control bewegt oder gedreht, folgt ihm der zugewiesene Bereich des Meshes. Dadurch kann eine komplexe Geometrie relativ einfach verformt werden. Beispielsweise kann man bei einem 3D-Modell einen Bereich auswählen und mit einem Hook an ein Empty-Objekt koppeln. Verschiebt oder dreht man das Empty, wird der entsprechende Teil des Meshes mitbewegt.
Wofür wird ein Hook eingesetzt?
Hooks sind besonders praktisch, wenn eine kontrollierbare und nicht-destruktive Verformung benötigt wird. Typische Anwendungen sind:
- Verformen von organischen 3D-Modellen
- Biegen und Ziehen von Mesh-Bereichen
- Animation von Modellteilen
- Erzeugen kontrollierter Formänderungen
- Positionieren komplexer Geometrien
- Erstellen von einfachen Rigging– und Animationskontrollen.
Der Vorteil gegenüber dem direkten Verschieben einzelner Vertices besteht darin, dass die Verformung über einen externen Controller gesteuert werden kann.
Hook und Animation
Hooks können auch für Animationen interessant sein. Ein Controller kann beispielsweise animiert werden, sodass ein Teil eines 3D-Modells über die Zeit automatisch seine Position verändert. Damit kann ein Hook eine einfache Alternative zu komplexeren Rigging– und Bone-Systemen darstellen – insbesondere bei relativ einfachen Verformungsaufgaben.
Hook vs. normales Modellieren
Beim direkten Modellieren verändert man die Geometrie unmittelbar. Ein Hook hingegen schafft eine Beziehung zwischen einem Mesh-Bereich und einem Steuerobjekt. Dadurch lässt sich die Form häufig flexibler verändern und bei entsprechender Implementierung auch wieder anpassen.


